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Zeitgenössische Fotografie

Todd Hido

07. März 2006

Todd Hidos Arbeiten der Serie Homes at Night haben einen Touch von Gregory Crewdson und doch sind es keine dieser oft schaurig, surealistischer Inszenierungen. Todd Hido war nachts unterwegs, um diese beleuchteten Fenster zu finden, die die Motive seiner Serie darstellen. Hell strahlen die beleuchteten Fenster durch die Dunkelheit des unwirtlichen Außens. Aber genau dieses Außenstehen, diese Gefühl selbst Fremder zu sein, transportieren seine Arbeiten. Nirgendwo sind Details zu sehen, was in den Häusern vorgeht. Alleine steht der Betrachter in melancholischer Einsamkeit aussen vor. Gepaart mit dem unangenehmen Gefühl unfreiwillig zum Voyeur zu werden oder mit leichtem Schauern ungewollt Zeuge zu werden.

Das Bild Fremder zu sein präsentiert sich auch in den Fotografien der Serie Interiors. Die Bilder zeigen einsame, verlassene Apartments. Der Betrachter kommt zu spät und ist wieder als Fremder außen vor. Keine Einrichtung steht mehr in den Räumen. Auch Hotels oder eigentlich Motelzimmer waren seine Motive. Wobei Hotelzimmer einen Inbegriff des Fremdsein darstellen. Für kurze Zeit ist man beschränkt auf einen kleinen Raum in einer unbekannten Umgebung. Wieder tragen einige der Bilder das Gefühl des unfreiwilligen Voyeurs, da steht die Tür einen Spalt offen. Fernseher sind auf den Arbeiten Todd Hidos nie ausgeschaltet, zeigen aber auch kein Bild. Als Fenster durch die ein Außenstehender in eine andere Welt blick, ohne Teil davon zu sein, nimmt er sie ebenso, wie die erleuchteten Fenster, als helle, überstrahle Flächen auf.

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