Simplephotography

Reportagefotografie

The Photography Channel - Fotografie multimedia präsentiert

03. Februar 2005

Vor einiger Zeit habe ich schon mal über die Serie “Contacts” von Arte gesprochen, in dieser Serie habe Fotografen über ihre Arbeit gesprochen, während die besten Werke gezeigt wurden. ”The Photography Channel” präsentiert auf die gleiche Weise, jedoch unabhängig von Sendezeiten, dafür im Quicktime- und Windows Media Format. Der “Photography Channel” beschreibt sein Arbeit selbst als:

Photographic Storytelling For The Modern Media

Wie schon bei “Contacts” wird auch hier die Kombination aus Fotografien, Interviews mit Fotografen und Audio Material verwendet, um die Arbeiten in einer besonderen Art zu präsentieren. Fotografie wird kombiniert mit den Möglichkeiten von Multimedia und des Internets, um die Wirkung der Arbeiten noch zu verstärken . Dabei bleibt bei allem Einsatz der verschiedenen Medien die Fotografie immer im Vordergrund. Gezeigt werden 29 Videos von namhaften Fotografen, jedes zwischen zwei und zwölf Minuten lang in guter Qualität. Hier liegt der einzige Wermutstropfen, ohne schnelle Verbindung wird es kaum ein Erlebnis. Die Stilrichtung bewegt sich in der Reportagefotografie. Jedoch nicht nur zu aktuellen Themen, wie der Krieg im Irak, sondern im gesamten Themenspektrum der Reportagefotografie, zum Beispiel ist auch Lauren Greenfield mit ihrer Arbeit “Girl Culture” vertreten. “The Photography Channel” ist absolut ein Besuch wert. Vor einer derartigen Arbeit, in diesem Umfang, mit diesen Namen, kann man nur dankbar den Hut ziehen. Zumal alles auch noch kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Ich bin ein grosser Fan von solchen Präsentation, in denen Künstler über ihre eigene Arbeit sprechen. Es ist nicht so, dass ich mir die Bilder nicht selbst erschliessen kann. Aber es ist danach immer interessant die eigene Interpretation mit der Intention des Künstlers zu vergleichen. Leider beim “Photography Channel” nicht möglich, sondern nur in einer realen Ausstellung, ergibt sich aus diesem Vergleich dann oft noch eine anregende Diskussion. Letztendlich gibt es noch einen ganz pragmatischen Punkt. Solche Erzählungen und Diskussionen erlaubt es einem Amateurfotograf, also auch mir, mehr für die eigene Arbeit zu lernen als aus jedem Fachbuch.

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