17. September 2006
1978 entstanden mit der Aufnahmen eines Lastkahns die erst Arbeit von “un-deux-trois” des französischen Fotografen Serge Marcel Martinot. 1944 in Paris geboren lebt und arbeitet der Künstler inzwischen in Hamburg. Für “un-deux-trois” nimmt er in einem kurzen Zeitabstand drei Bilder am gleichen Ort im gleichen Blickwinkel auf. Die Einzelbilder der entstehenden Triptychen werden von ihm weder bearbeitet noch werden Aufnahmen aus der Sequenz entfernt oder hinzugefügt.
Als Motive wählt der Künstler urbanen Situation. Entweder Menschen in alltäglichen Situation oder Objekte - Kähne, Schiffe oder Achterbahnen, Motive des französischen surrealistische Films und Fotografie.
Damit lassen sich die Arbeiten von “un-deux-trois” in zwei Gruppen unterteilen. Der Betrachter wird Beobachter kurzer urgestellter Geschehnisse des Alltages. In denen er mit dem Schweifen des Blicks von links nach rechts und umgekehrt die Zeit dieses kurzen Moments vor- und zurückdrehen kann. In der zweiten Gruppe wachsen die Aufnahmen des gleichen Objekts über die drei, nur in wenigen Details unterschiedliche, Bilder zu einem neuen zusammen. Die Zeit als Dimension manifestiert sich plötzlich in der Zweidimensionalität einer Fotografie.