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Josef Hoflehner - Photography - Frozen History

13. Juni 2005

Man kann Josef Hoflehner, ein Fotograf aus Österreich, durchaus einen Geometer nennen. Seine Arbeiten sind streng geometrisch und ziehen ihre Faszination aus der grafischen Strenge kontrastreicher Linien. Leere, unterbrochen nur von einem einzelnen Objekt, transportieren die Atmosphäre mit ihrer Kälte und Einsamkeit der Ort, die ihm die Motive geboten haben. Als Betrachter wird man förmlich von diesem Gefühl erfasst als einziger Mensch in einer unendlichen Leere zu stehen. Den kalten Wind, der zweifelsohne zu solch einem Ort gehört, ist stetiger Begleiter beim Ansehen der Arbeiten, wenn auch nicht real so zumindest imaginär. Lange Belichtungen nehmen Wolken und Wasser die Struktur und präsentiert sie als beinahe kontrastlose Fläche als Umgebung für das Objekt.

Selbst bei seinen Arbeiten in denen das Objekt eine präsentere Rolle hat, spielt das mystische des Alters stets eine Rolle. Die Freizeitpark, einst ein Ort mit Kinderlachen, ist ein verlassener Punkt geworden.

Einen Künstler, dessen Arbeiten von solch einer Atmosphäre geprägt ist, zieht es dahin, wo diese Stimmung noch stärker wird. So auch Josef Hoflehner. Auf einer Expedition an einen Ort, der einer der Inbegriffe der Einsamkeit ist —die Antarktis—, hat er die Hütte und die Spuren der beiden Polarpioniere Scott und Shackleton fotografiert. Seit fast 100 Jahren von der Kälte konserviert, liegt dort ein altes Notizbuch oder eine einfache Zahnbürste. Obwohl die Motive einfache Gegenstände des Alltags sind wirken sie totenstill, kalt und einsam. Er wählte für dies Arbeit auch den bezeichnenden Title ”Frozen History”. Ein weiter Weg für eine einzigartige Atmosphäre…

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