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Fotografische Projekte und Installationen

Gute Aussichten - Gross denken – klein anfangen

29. Dezember 2004

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Vom 7. bis zum 20. Januar zeigt das Internationale Haus der Photographie in den nördlichen Deichtorhallen in Hamburg die Fotografien der Gewinner des Wettbewerbs ”gute aussichten - junge deutsche fotografie 2004/2005”.

Josefine Raab hat den bundesdeutschen Hochschulwettbewerb für Studienabgänger des Fachbereichs Fotografie ins Leben gerufen und als Kuratorin begleitet. Ihrer Meinung nach gibt es genug Ideen für die Förderung junger Künstler, es mangle jedoch ein einem kompletten und nachhaltigem Konzept. So wuchst “gute aussichten” mit der Zeit über ein reines Ausstellungskonzept hinaus. Unter dem Motto “gross denken klein anfangen” entstand die Idee für “gute aussichten”. Das Ende des Studium ist, wie sie selbst schreibt, der:

geeigneter Zeitpunkt, das zeigen zu können, was an kreativem Potenzial in jungen Menschen steckt, bevor es möglicherweise in den Anforderungen des Alltags versickert.

Die Idee wurde dadurch bestätigt, daß 60 Arbeiten von 22 Hochschulen und Akademien eingereicht wurden. Aus diesen Einsendungen hat die Jury, die neben Josefine Raab aus Andreas Gursky und Mario Lombardo bestand, die 10 Gewinner mit insgesamt 119 Einzelarbeiten ausgewählt, die in der Ausstellung gezeigt werden.

Das angestrebte integrierte Konzept erstreckt sich auch über die Kanäle durch die die Arbeiten der Gewinner der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Neben der Ausstellung wird ein Buch bei BoD erscheinen, weiterhin sind alle Bilder in einer Online Galerie zugänglich. Zusätzlich zu den Bilder stehen eine komplette Vita jedes Gewinners und das Konzept der Arbeiten online zur Verfügung.

Wer bei den Worten “junge Künstler” jetzt schräge und schockierende Bilder erwartet, wird enttäuscht. Die Arbeiten sind eher von Stille geprägt. Diese Stille ist besonders in der Werken von Monika Czosnowska, die junge geistliche Novizen porträtiert hat, zu sehen. Bianca Gutberlet zeigt das Schlaraffenland in einem realistischen, alltäglichen Kontext. Sie hat das Schlaraffenland, als unerreichbaren Traum der Menschen, nicht mit Bildern aus der High Society dargestellt, sondern mit ganz alltäglichen Orten, die eigentlich von jedem erreichbar sind, aber nie, obwohl sie es im Grunde sind, als Schlaraffenland gesehen werden. Ich habe hier nur symbolisch zwei der Künstler kurz angesprochen, aber auch die Anderen sind nicht minder sehenswert, entweder in der Ausstellung oder in der Online Galerie.

(Foto: Jochen Ruderer, www.guteaussichten.org)

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