12. November 2006
Sze Tsung Leong, 1970 in Mexiko City geboren, lebt und arbeitet heute in New York. Sein Architekturaufnahmen entstehen stets von erhöhen Standpunkten. Dabei sind sie geprägt von absoluter Geometrie urbaner Architektur mit ihren horizontalen Gebäuden und vertikalen Linien der Wege. Über den Horizonten zeigt sich nur den undurchdringlichen, weissen Dunst der Grossstädte. Menschen sind selten zu sehen und wenn, nur als kleine Punkte. So verstärkt der Künstler weiter seine geometrische Bildsprache.
Als Beispiel für eine drastische Urbanisierung hat er China als Motiv für seine Serie ”History Images” gewählt. Der Betrachter mag irritierst sein, angesichts des Worts Geschichte im Titel einer Serie mit Fotografien, dies sich mit Zerstörung und Aufbau urbanen Lebensraums beschäftigen. Doch genau das ist vom Künstler so gewollt. Für ihn bedeutet der Abriss traditioneller Gebäude und Nachbarschaften das Löschen alter Geschichte. Über die nicht vorhanden Geschichte in Form von Baustellen wird mit dem Bau neuer Gebäude der Anfang einer neuen Geschichte eingeläutet. Eine Geschichte die bisher nicht existierte und sich erst in Zukunft offenlegen wird.
Sze Tsung Leong finden in seiner Arbeit einen Weg den derzeitigen Umbruch der Volksrepublik China zu visualisieren. Dai Jinhua, Professorin am Institute of Comparative Literature and Culture an der Beijing University, beschreibt die Entwicklung des urbanen Lebensraum Chinas im 21. Jahrhundert, passend zur Arbeit von Sze Tsung Leong:
“City without memory”
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