23. Februar 2005
Schon immer begleiteten die Menschen unzählige Geschichten über Geister und paranormale Phänomene. Während Wissenschafter versuchen diesen Vorkommnissen mit rationellen Erklärungen zu begründen, verarbeitet Simon Marsden die Geschichten mit der Kamera. Dabei geht es ihm nicht um solche, die den Phantasien von Autoren entsprungen sind, sondern um die scheinbar einen realen Hintergrund haben und sich um einen bestimmten Ort drehen. Auch versucht er mit seiner Arbeit nicht zu beweisen, ob es nun Geister wirklich gibt oder nicht. Er sieht in diesen Gesichten vielmehr eine Inspiration für seine Fotografien. Begonnen hat er mit der Fotografie im Alter von zwölf Jahren mit einer vom Vater geschenkten Leica. Wie er selbst erzählt, war die erste Rolle Film gefüllt mit Aufnahmen eines Geists, den er aus Karton ausgeschnitten und im Garten platziert hatte.
Die ungewöhnlichen schwarz/weiss Aufnahmen von Simon Marsden sind im Marsden Archiv zu sehen. Gekennzeichnet durch aussergewöhnliches Licht, unglaubliche Dramatik und oft beabsichtigt grobes Korn, tragen die Bilder von Ruinen, Wegen, Wäldern und einsamen Häusern eben diese gespenstische Mystik eines Ortes zum Betrachter. Die Phantasie tut ihr übriges dazu. Die neugierige Faszination für dieses Thema lässt einem kaum die Möglichkeit des Losreissens von den Bildern.
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