Simplephotography

Experimentelle Fotografie

Organische Fotografie - Photosynthesis

18. Januar 2005

Womit Leute nicht alles fotografieren? Diese Frage stellt sich bei den Arbeiten (weitere Arbeiten) von Heather Ackroyd und Dan Harvey. Aber eigentlich heisst Fotografieren ja nur:

Malen mit Licht

Von Silberoxyd, Filmen und CCD Chips ist in der Definition nicht die Rede auch, wenn diese Elemente für die meisten fest mit der Fotografie verbunden sind. Nicht aber für Heather Ackroyd und Dan Harvey. Sie haben die Definition wörtlich genommen und das Licht malen lassen, jedoch auf einem anderen, besonderen Trägermedium. Sie benutzen Gras als solches, um zu versuchen, ob sich durch Beeinflussung der Chlorophyllbildung komplexe Aufnahmen herstellen lassen. Nur, dass der Tonwertumfang einer schwarz/weiß Aufnahme durch gelbe und grüne Schattierungen des Grases ersetzt wurden. Zu Anfang ergab sich das Problem, dass sich die Aufnahmen nur einen kurzen Zeitraum, solange sie noch frisch waren, ausstellen liessen. Bei der Suche nach einer bessern Grassorte sind die beiden auf die Wissenschaftler des englischen IGER getroffen, die ein Grasart entwickelt hatten, die auch unter widrigen Umständen ihre grün behielt. Mit dieser Sorte liessen die beiden Künstler ihre Leinwand “wachsen”. In einer grossen Dunkelkammer wurde dieses besondere Fotopapier mit Hilfe eines übergrossen Negativs und einem 400W Projektor “belichtet”. Genauso, wie im klassischen schwarz/weiß Labor entstand an den hellen Stellen des Negativs viel Chlorophyll, die Stellen wurden grün und dunkel. Die dunklen Bereiche des Negativs hemmten den Lichteinfall und so die Bildung des Blattgrüns und diese Stellen blieben hell oder hellgrün. Zu Konservierung wurde das Bild getrocknet. Interessanter Ansatz und eine absolute geniale Idee und, wenn dann noch diese Ergebnisse entstehen, absolut sehenswert…

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Trackbacklink

Selbst kommentieren

Selbst kommentieren









Livepreview