12. Juli 2005
Die Arbeit ”Age-Maps” von Bobby Neel Adams offenbart sich auf den ersten Blick als surrealistisch bis hin zu gespenstisch. Doch die Kompositfotografien haben einen eher anthropologisch Hintergrund, auch wenn er sich bei der Gestaltung mehr an Künstler von Picasso und seine verschobenen Gesichter orientiert hat als an den wissenschaftlichen Kompositfotografen des 19. Jahrhunderts und zugegebener Massen doch gewisse gespenstische Züge tragen. Bobby Neel Adams hat Fotografien ein und derselben Person einmal in Kindesalter und einmal als Erwachsener zusammengefügt. Dabei hat er in der Ausführung seiner Arbeiten Wert darauf gelegt, dass die Posen der zusammengefügten Bildern gleich oder zumindest so ähnlich sind, um diese wirkungsvoll zu einem Bild vereinen zu können. In dem die abgebildete Person trotz zwei Bildteilen einheitlich, komplett und fast natürlich wirkt. Im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Kompositfotografien hat er sich dabei nicht auf ein einfaches Fontralportrait beschränkt, sondern auf der Basis des Jugendfotos gearbeitet und damit Vielzahl verschiedener Posen erhalten. Der Übergang zwischen den einzelnen Bildteilen hat Bobby Neels Adams als Risskante ausgearbeitet, um an diesem Riss den Sprung der Zeit zu symbolisieren.