06. April 2005
Die 1965 in Westfalen geborene Fotografin hat zusammen mit ihren Kollegen der Associated Press Photography den diesjährigen Pulitzer Prize in der Kategorie ”Breaking News Photography” für ihre Fotoberichterstattung des Irak Kriegs gewonnen. Anja Niedringhaus ist damit die erste deutsche Fotografin oder Fotograf überhaupt, die den renommierten Preis gewinnt.
“Ahnung des Grauen” untertitelt die Kunstsammlung der Deutschen Börse ihre Arbeit. Sie selbst Begründet ihre Arbeit dort ein wenig lapidar.
“Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt”
Diese Begründung klingt fast danach als ob sie jeder Reprotagefotograf ausgesprochen hätte können. Als ob es genau das ist, warum jeder dieser Fotografen täglich für ihre Bilder das Leben riskieren. Trotz dieser Begründung steckt hinter den Arbeiten von Anja Niedringhaus mehr. Ihre Bilder lassen den abgebildeten Personen trotz alle Widrigkeiten immer ihre Würde oder wie die deutsche Börse schreibt, beantworten ihre Bilder die Fragen nach:
“Was für ein Gesicht hat der Krieg? [...] Können wir es überhaupt ertragen?”
Anja Niedringhaus Arbeiten sind Reportagefotografie auf höchstem Niveau ohne Sensationslust und ohne der Versuchung zu erliegen, die Gier manchen Menschen nach solchen würdelosen Kriegsbildern befriedigen zu wollen.